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Tribulus terrestris - Erdsternchen

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AUTSCH !

Diese Pflanze wächst im Garten hinter dem Haus, in dem ich lebe... und JA, auch ich hatte bereits dutzende Male das Vergnügen, die Früchte des Erdsternchens aus meinen Füßen zu ziehen. Auch ich habe dutzende Male laut geflucht und deftige Beschimpfungen ausgestoßen, die ich hier aus verständlichen Gründen nicht wiederholen möchte. Und bis zu diesem Sommer war auch ich dem Vorurteil erlegen, daß es sich hierbei um einen echten Fiesling und miesen Scherz der Natur handelt.

So oft hat mich das Erdsternchen gestochen, daß mein eigenes Fluchen mir schon selbst lästig wurde, und dadurch meine Neugierde in diese Pflanze endlich erwachen konnte. Schon während ich Tribulus terrestris fotografierte veränderte sich meine Beziehung zu ihr, denn die versteckte Schönheit und das mystische Aussehen ihrer Frucht fand ich doch wohl außerordentlich anregend.

Die unterhaltsamen Gedanken, Ideen, Vorstellungen und Fantasien, die mir beim Betrachten durch den Kopf schossen, sind preislos und haben den stechenden Tribut der Vergangenheit einfach in die Vergessenheit gedrängt -- die Animation hat deshalb einen Pause-Knopf links oben, für den Fall, daß du ein Bild länger betrachten möchtest (oder der Sound beim Lesen stört...:-).

Die Suche im Internet nach Informationen über das Erdsternchen hat mich dann endgültig in den Stand der bedingungslosen Liebe versetzt. Es ist wohl eine der meist gehaßten Pflanzen, die blutige Löcher bohrt und Fahrradreifen zum Platzen bringt. Für alle anderen schmerzhaften Situationen, die hier nicht erwähnt sind, kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Erdsternchen, oder auch Erdburzeldorn, ist also aus stichhaltigen Gründen ein echter Außenseiter, und schon das zieht mich zu ihr hin. Sie ist, wie das Stachelschwein und der Igel, keine Kreation der Natur die man knuddeln möchte, aber dafür umso mehr ein hervorragender Lehrmeister für Verständnis, Akzeptanz und Tolleranz!

Die Nachforschungen über diese Pflanze mit den ertstaunlichen Eigenschaften eines Stärkungs- und Potenzmittels, brachten mich auf Nebenwegen natürlich auch zu Themen wie der Vergleich zwischen "Unkraut" und "Nutzpflanzen". Es bereitete mir etliche herzhafte Lacher darüber, daß der Mensch alles das, was er selbst nicht nutzen kann für nutzlos erklärt. Frei nach dem Motto "Das kenne ich nicht, das mag ich nicht, und weg damit."
Ich lach mich weg... laß uns das Konzept des "Un-krautes" doch noch einmal überdenken...:-)

Abgesehen von einem unterhaltsamen und lehrreichen Nachmittag finde ich noch etwas anderes höchst bemerkenswert:
seitdem ich mich mit Tribulus terrestris beschäftigt habe, und mein Unmut sich in echte Bewunderung und Liebe gewandelt hat, bin ich nicht ein einziges Mal in einen ihrer Sterne getreten...;-)