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Herrin und Herr... was ist deine Meinung?
Sollte man Frauen mit Herrin anreden
weil auch Männer mit Herr angeredet werden?

 

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Nun ja, ich bin mit 'Frau' ziemlich zufrieden und moechte allen deutschen 'Frau' Sowiesos raten nicht zu neidisch auf Frankreich, USA, UK, Spanien oder sonstige Laender zu schielen, wo die Anrede angeblich gerecht ist. In UK und auch in USA wird nach wie vor nur Mrs. verwendet, wenn die Frau verheiratet ist und kein explizit gegenteiliger Wunsch geaeussert wird. Eine Moeglichkeit den Familienstand zu verbergen bietet in UK das Kuerzel Ms. statt Miss, allerdings sind beide in gesprochener Sprache kaum zu unterscheiden.
Das ganze angeblich gerechte verwenden von Mrs-Mr, Seniora-Senior etc. wird allerdings dadurch ad absurdum gefuehrt, dass der weibliche Part bei Eheleuten seinen Vornamen verliert. Es heist naemlich nicht Mr and Mrs Taylor oder Mr Jon and Mrs Jane Taylor, nein es heisst Mr. and Mrs. Jon Taylor (gilt ebenso in Frankreich). Ich weiss wovon ich spreche, denn meine Bankberaterin in UK versucht verzweifelt diverse Mitarbeiter, die Post an mich und meinen Mann verschicken, davon abzuhalten das Addressfeld unseres gemeinsamen Kontos wieder in Mr and Mrs Georg xxxx zu aendern. Die Anrede wird tatsaechlich manuell von Mr und Mrs xxxx zurueck geaendert zu Mr and Mrs 'maennlicher Vorname' Familienname (obwohl die Post eigentlich maschinell erstellt wird!). Auch Geburtsanzeigen in Zeitungen werden stur unter dem maennlichen Namen gelistet, egal wessen Familiennamen das Kind traegt. Der Familienname der Frau wird dabei gnadenlos zum Geburtsnamen (Times). Als Deutsche tangiert mich das nicht wirklich, aber meine englischen Kolleginnen sind not amused und schwer begeistert von der Handhabung in Deutschland. Das nur am Rande.
Ich vertrete die Auffassung, dass in der Tat Frau in der Bedeutung von Herrin als Anrede akzeptabel ist, allerdings entsprechende Begriffe als Pendant zu Mann und Junge fehlen. Ueber 'Weib' braucht ger nicht erst geredet zu werden. Und DAS Maedchen (teilweise auch noch 'junge' Maedchen fuer fast 20jaehrige) geht gar nicht. Habe alle Maerchen fuer meine Tochter umgeschrieben, da ich mich gut erinnern kann wie ich mich als 'es' gefuehlt habe. Erst aendern wir das und dann fuehren wir Herrin ein :). Umgehend. @Philipp Mertzger: Doktrix ist ok.
Julia
Norwich, UK - Wednesday, July 23, 2008 at 01:13:04 (CEST)


mich würde interessiere, seit wann die Anrede "Herr" für Bürgerliche üblich ist.
Bodo Heil
35510 Butzbach, Deutschland - Monday, April 21, 2008 at 13:44:39 (CEST)
Geniale Bemerkung, Andreas!
Angela
Denver, USA - Sunday, April 13, 2008 at 19:07:10 (CEST)
Ich denke, dass beide Formen Herr und Herrin absolut wenig Sinn machen.
Ich pflege mit den Worten: ich bin Andreas- darf ich du sagen? auf die Leute zuzugehen.
Mit der Anrede Herr oder Herrin stelle ich jemanden über mich- der Platz aber ist LEER!
Andreas
Hamburg, D - Sunday, April 13, 2008 at 18:55:21 (CEST)
Hallo Ihr lieben Herrinnen, das beschäftigt mich schon seit "Urzeiten"... smile. Gestern kam mir unten stehendes entgegen - wie extrem schön.., dass ich heute auf diese Seite gestoßen bin. Danke!
Aya Friedrich Weinreb.
"GottMutter. Die weibliche Seite Gottes." Das Hebräische offenbart verborgene Schichten des Wortes, wodurch Mißverständnisse um die Rolle der Frau Klärung finden und neue überraschende Einsichten sich auftun. Kontroversen um männliche Herrschsucht und weibliche Unterdrücktheitsgefühle erscheinen unter Einbeziehung biblischer Wort-Wurzeln in ganz neuem Licht. So zeigt Weinreb zum Beispiel, daß der mit "Herr" wiedergegebene Gottesname weiblich ist und gar keine männliche Person bezeichnet, sondern vom "Herrschen des Seins" spricht.
Deutlicher als hier (Kommentar einer Leserin) kann man es doch gar nicht machen..:
"Und übrigens kenne ich es nur in Deutschland. Spanien: Senior-Seniora, Frankreich: Monsieur-Madame, USA: Mr.-Mrs"
Herr und Herrin ist korrekt!! Es heisst ja bisher auch nicht:
An Mann .... Sowieso
An Frau....... Sowieso
In dem Sinne jetzt: Geh nicht über mir und unter mir, nicht vor mir, nicht hinter mir - sondern NEBEN MIR!
Aya M.
- Monday, March 31, 2008 at 13:20:17 (CEST)
Es ist wohl recht gewöhnungsbedürftig! Zugegeben, aber nach einigem Überdenken wird es immer deutlicher: Herrin ist die gerechte Anrede!
Bernie Hauser
Lübbeck, DE - Friday, March 28, 2008 at 05:21:51 (CET)
Weder noch keine Anrede weder für Frauen noch für Männer und wenn dann eben Anrede Frau/Mann. Der Begriff Weib für eine frauliche menschliche Person ist sehr wohl abwertend im historischen/soziologischen Kontext.

Weib ist 1. eine sächliche Bezeichnung für eine Frau - analog mit der historischen Vorstellung Frauen seien eine Sache, Eigentum des Mannes, männliche Menschen (was eigentlich ein tautologisches Begriffspaar ist) werden niemals als Dinge bezeichnet, sondern hatten auch immer ein grammatikalisches Geschlecht, bei Frauen kommt die Bezeichnung eines Etwas allerdings häufiger vor. Ich bin daher nicht weiblich, sondern fraulich, weil ich kein Weib bin, kein ES 2. bedeutet Weib eine verhüllte Frau, d.h. eine Frau, die aufgrund männlicher Doktrin Kopftuch oder sonstige Verhüllungen trägt und die z.B. auch oft ihren "Verfügbarkeitsstatus" anzeigen soll (verheiratet = hatte schon Sex; unverheiratet = die kann mann noch ***).

Zum anderen Punkt: Der Begriff Mann und Mensch sind auf ein und dieselbe Herkunft zurückzuführen (und in einigen Sprachen teilweise auch immernoch gleichgesetzt, z.B. im Französischen oder Englischen), was vielleicht auch erklären könnte, warum Frauen häufig entweder gar nicht oder nur als minderwertige/unvollkommene Menschen galten/gelten. Was dann natürlich auch die Verwendung des Begriffes für Menschen mit XY-Chromosomen in Frage stellt, denn Bei anderen Tierarten mit xy-Chromosomen wird ja z.B. auch von Männchen gesprochen, was wörtlich bedeutet "kleine Menschen". Eine xy-Mücke ist also ein kleiner Mensch.

Diese sprachliche Vermischung mit der Spezies Mensch und dem biologischen Geschlecht Mann könnte auch eine Erklärung dafür sein, warum man von "DER Mensch" spricht, "das Mensch" gibt es zwar auch (siehe Duden), aber dies wird momentan als Bezeichnung für Frauen gehandelt. Das Begriffspaar Mann/Weib steht sich somit nicht direkt gegenüber - was ja eine gleichwertigkeit implizieren würde, sondern "der Mann" steht über "das Weib". Zumal der Mann auch stets gesellschaftlich anerkannter (selbsternannter) Herr der (nicht männlichen = nicht menschlichen) Frau, der Diener, der Kinder war - der Herr im Haus (sobald es Häuser gab;)) eben.

Wer jetzt meint, ich würde sprachliche Gegebenheiten und gesellschaftliche Verhältnisse zusammenwerfen, der/dem sei folgendes gesagt: Unsere Sprache ist ein nicht unwesentlicher Bestandteil menschlicher Kultur (ich grenze hier Privates nicht von Öffentlichem ab), Kultur ist der Raum der Sozialisation, somit bildet Sprache einen großen Teil unserer Sozialisation. Daher sehe ich Sprache auch nicht als triviale Nebensächlichkeit an, denn sie vermittelt einen großen Teil der Informationen darüber, wie wir die Welt sehen (sollen). Wenn Sprache nicht so bedeutend wäre gäbe es niemals Diskussionen um sprachliche Manipulation. Da aber mittels Sprache Gedanken manipulert werden können ist dies umso mehr ein Beleg dafür, dass Sprache einen nicht unbedeutenden Teil unseres Weltbildes prägt. Unser Denken bestimmt wiederum unser Handeln (Hätte sich niemand eine Schusswaffe ausgedacht, gäbe es keine). Aus diesen Gründen finde ich das Reflektieren des eigenen Sprachgebrauchs um so wichtiger und somit auch die 'Gerechtigkeit' in der Sprache.

Dass einige Menschen negativ auf diesen Vorschlag reagieren wundert mich nicht, dennoch sollten sie sich evtl. klar werden, dass das was sie am Begriff "Herrin" abstößt, genau das ist, was der Begriff "Herr" beinhaltet. Dennoch beobachte ich immer wieder Männer, die sich liebend gerne Herr nennen (lassen)...
Jenny
- Saturday, December 22, 2007 at 03:11:18 (CET)


eine domina mit herrin an sprechen
wolfgag
tirol - Sunday, October 07, 2007 at 17:05:11 (CEST)
Ich bin zufällig auf euere Homepage gestossen und möchte euch hiermit mitteilen, dass ich sie ganz toll finde." www.freesexfilms.tv
HEIDI
- Tuesday, September 18, 2007 at 08:27:20 (CEST)
Die weibliche Form von "Doktor" heist "Doktrix". Wenn schon, denn schon.
Philipp Mertzger
- Friday, August 31, 2007 at 19:32:56 (CEST)
Ich finde "Herrin" weder antiquiert (wie einer schrieb) noch komisch - ganz das Gegenteil, hat es etwas aufbauendes und stärkendes. Es ist ein kraftvoller Titel der unseren wahren Power kundtut, und nicht wie dieses wischi-waschi erniedrigende "Frau" (daß ich eine Frau bin weiß ich nämlich selber!) von mir aus kann man dann tatsächlich auch gleich "Weibchen" sagen - Interessante Gedanken, danke!
Rike Stamder
Rosenheim, DE - Friday, August 17, 2007 at 17:21:55 (CEST)
Hallo ihr Lieben, Hallo Herrin Angela Also, ich hab mich zwar nicht sonderlich lange mit der deutschen Sprache auseinandergesetzt, die Diskussion hier hat mich aber dazu veranlasst mich mal auf die Suche nach den Ursprüngen zu machen. Während ich für das weibliche Geschlecht viele Bezeichnungen fand, stieß ich im Bereich der männlichen Anreden im heutigen Sprachgebrauch auf nur zwei Varianten, nämlich Mann und Herr. Meinem Gefühl nach würde ich den Mann mit den Gegensätzen Weib (Männin) und Frau zusammen bringen, dem Herren jedoch die Dame (Domina) und die Herrin zur Seite stellen. Hier meine Fundstücke aus verschiedenen Lexikaas: Da|me (v. französ.: dame Herrin, aus lat.: domina Hausherrin) beschreibt höflich eine FRAU (z. B. Damenachter, Abfahrtslauf der Damen) Do|mi|na, die; -, .nä [lat. domina = (Haus)herrin, zu: dominus, à Dominus]: Stiftsvorsteherin. Frau: Eine Frau (von althochdeutsch frouwa: hohe Frau, Herrin) ist ein weiblicher, erwachsener Mensch. Das geschlechtliche Gegenstück ist der Mann. Der Begriff wird verwendet, um das Geschlecht, die soziale Rolle oder beides zu unterscheiden. Weil sich der Begriff Frau früher nur auf gesellschaftlich höherstehende erwachsene und verheiratete Menschen weiblichen Geschlechts bezog, wurde der Begriff "Weib" in der breiten Bevölkerung verwendet. Letzterer ist heute eher negativ besetzt und hat dem Begriff "Frau" für alle erwachsenen weiblichen Menschen Platz gemacht. Her|rin, die; -, -nen: 1. w. Form zu à Herr; ...ihre eigene Herrin sein. Män|nin, die; -, -en [mhd. menninne]: a) (bibl., selten) Frau als Gefährtin des à Mannes; er schuf sie als Mann und Männin Weib, das; -[e]s, -er ist ursprünglich in gehobener Sprache der Paar-Begriff zum " Mann" (so in Mozarts Zauberflöte: Mann und Weib und Weib und Mann / Reichen an den Himmel an). Wib, die Verhüllte, meinte die Frau der niederen Schichten, während frouwe ("Frau") überwiegend Vertreterinnen des Geschlechts aus dem Adel, später auch reichen Patrizierinnen vorbehalten war. Heute wird diese Ausdrucksweise kaum noch verwendet, wenn man von einer weiblichen Person spricht. lichtvolle Grüße Tina aus Hamburg
Tina
- Wednesday, March 14, 2007 at 03:50:28 (CET)
Das Äquivalent zu Herr ist meiner Meinung nach - wenn schon nicht Frau - dann Dame, wie bei dem allseits bekannten "sehr geehrte Damen und Herren". Das Wort "Herrin" ist im deutschen Sprachgebrauch eigentlich nur noch in der S/M-Szene üblich :-) und wirkt - auf mich - als Anrede etwa so antiquiert wie "Oheim" oder "Base".
Ralf
Fürth, Deutschland - Tuesday, February 20, 2007 at 15:10:36 (CET)
mehr als 40 Jahre und nie darüber nachgedacht- danke für dieses interessante Knötchen zum Nachdenken. In Liebe, Margie
Margaret
Duisburg, DE - Monday, December 18, 2006 at 08:45:36 (CET)
Marc, welcher Wanderprediger aus Hildesheim im 11. Jahrhundert war das? Hast du eine Quellenangabe? Gruß, Frauke
Frauke
Gießen, Deutschland - Wednesday, November 29, 2006 at 19:05:22 (CET)
hmm... vielen Dank für deinen Kommentar! Ich habe mich zwar nicht mit Etymologie und Anthropologie befaßt, bin aber nach wie vor davon überzeugt, daß Herr & Herrin das sich ergänzende Wortpaar sind, schon vom bloßen Hingucken auf die Buchstaben, und nicht Herr & Frau...:-) Licht und Liebe,
Angela
Denver, USA - Monday, August 21, 2006 at 05:17:53 (CEST)
Moin, Angela,
ich habe mich lange mit Etymologie und Anthropologie befasst und bin mir deshalb völlig sicher, dass Du Dich irrst. Wenn Du historische Texte liest (frühes Mittelalter, z.B. von Karl dem Großen, der ja der erste war, der die deutsche Sprache in Schrift hat festhalten lassen) wirst Du feststellen, dass sich IMMER Mann/Weib gegenüberstehen (wie im Tierreich: Männchen/Weibchen - völlig analog), während bei der Ehrbezeichnung "Herr / Frau" sich gegenüberstehen. " Frau" stammt vom Wort frou/frouwa ab, das schlicht "Herrin" bedeutet im Sinne von "Hohe Dame", ist im Wortsinn also EHRENBEZEUGEND, was für das Wort "Mann" nicht gilt (es stammt von "man"/"wer" ab und bezeichnet den Menschen an sich).
Es tut mir Leid, wenn ich Dir da vielleicht einen liebgewonnen Glauben anpieksen muss, aber für Deine Behauptung, "Frau" wäre das Gegenstück zu " Mann" gibt es etymologisch keinerlei Beleg, während es für meine Behauptung (die schlicht die historische Lehrmeinung wiedergibt), dem " Mann" stehe das "Weib" gegenüber, jede Menge Belege gibt. Du gehst da lediglich von einem modernen Sprachgebrauch aus, Sprache ist aber niemals nur eine Sache der Gegenwart, sie ändert sich. Die Aussage, zum " Herrn" gibt es kein Gegenstück, ist falsch. Das Gegenstück lautet korrekt "Frau". Es gibt heute jedoch kein allgemeingebräuchliches NEUTRALES Gegenstück zum "Mann" mehr, denn das wäre "Weib" - und das ist im menschlichen Bereich negativ besetzt.
Dass heute "Weib" negativ besetzt ist, hat ebenfalls historische Gründe und ist zum Teil der Kirche zu verdanken, die bekanntlich dem Weib (als dem weiblichen Menschen nämlich - den "fraulichen Menschen" gibt es nicht) absprach, den gleichen Wert wie der Mann zu besitzen. Allerdings darf man das nicht verallgemeinern: Es hat schon im 11. Jahrhundert nachweislich KirchenMÄNNER gegeben, die ausdrücklich Aristoteles (dem Begründer der Kirchenmeinung) widersprachen, so gibt es einen Brief eines Wanderpredigers aus Hildesheim, der die Gläubigen daran erinnert, dass Gott das Weib aus der RIPPE des Mannes genommen hat, nicht aus seinem Fuß oder seinem Kopf. Er folgerte damals: "Das heißt, der Mann solle sich vom Weib weder auf dem Kopf herumtanzen lassen noch es mit Füßen treten, beide sollen Seite an Seite durchs Leben gehen, so wie Gott sie erschuf". Kirchengeschichte kann SEHR erhellend sein (nein, ich bin KEIN Christ!) :-) Nun aber genug, ich will Dich ja nicht bekehren. Ich kann nur anbieten: Lies Dich mal durch ein paar historische Texte und vielleicht durch ein etymologisches Wörterbuch durch, Du wirst meine Behauptung bestätigt finden.Liebe Grüße,
Marc Albrecht
Ebersdorf, Deutschland - Saturday, August 19, 2006 at 21:56:05 (CEST)

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