"Jenseits" ist ein altes selbstbeschreibend
Wort und bedeutet "auf der anderen Seite", "dahinter" oder "darüber
hinaus", und im weitesten Sinne "weit entfernt". Irgendwann
und irgendwie hat sich das Wort "Jenseits" festgesetzt
in vielen Köpfen als das Reich der Toten, was allerdings
eine bedauerliche Beschränkung dieses wunderbaren
Wortes ist.
Jenseits ist schlichtweg alles was außerhalb
unserer Seite (Sicht, Wahrnehmung, etc.) ist.
Die viel zitierte Schwerkraft ist jenseits
unserer Einsicht. Wir können die Auswirkungen beschreiben
und berechnen, aber was es wirklich ist bleibt vorerst
Theorie.
Auch die viel zitierte Evolution ist jenseits
unserer Einsicht. Da gibt es etliche Theorien warum die
Erde ist wie sie ist. Es gibt eine Unzahl von Indizien
für jede der Theorien, aber es bleiben eben letztendlich
nur Theorien - denn alles was wir nicht vollständig
erfassen können bleibt einfach jenseits unseres Wissens.
Hunde hören weit mehr Frequenzen als
Menschen, somit ist die Hörfähigkeit eines Hundes
eindeutig jenseits menschlicher Hörfähigkeit.
Jeder Hund nimmt bestimmte Bereiche der Realität wahr,
die jenseits der menschlichen Realität sind.
Da wir mittels elektronischer Instrumente
bestimmte Frequenzen messen können, bilden wir uns
ein, wir wissen was z.B. Ultraschall ist. Nein - wir wissen
in Abstraktion nur daß es existiert, aber was es
wirklich ist bleibt jenseits unserer Erfahrung. Weil wir
es eben nicht "erfahren, erleben, wahrnehmen" können
ist es für uns im Jenseits. Für die Fledermaus
ist Ultraschall allerdings eine erfahrbare Wirklichkeit!
Ist es nicht phantastisch, daß wir
etwas aus "unserem Jenseits" nutzbar für uns machen
können auch wenn wir es nicht wahrnehmen können?
Jenseits ist überall - und es ist unterschiedlich
für unterschiedliche Lebensformen.
Wir sind begrenzte Lebewesen mit begrenzten
Wahrnehmungsmöglichkeiten. Alles was außerhalb
unserer Wahrnehmungsmöglichkeit ist, ist somit für
uns im Jenseits.
Ach ja, die Toten.
Wenn es deine Überzeugung ist, daß Materie
Illusion ist, und alles was existiert nur intelligente
Energie ist, dann ist Tod nichts anderes als die Transformation
von einer Lebensform (Energieform) zu einer anderen - oder
die Transformation von einer Wahrnehmungsebene zu einer
anderen - oder die Transformation von einer "Erscheinungsform" zu
einer anderen.
Die sogenannten Lebenden erfahren das Hierseits,
und die sogenannten Toten erfahren das Jenseits. Und als
Randbemerkung: für die Toten ist das Reich der Lebenden
das Jenseits.
Beide Realitäten, Hierseits und Jenseits,
existieren wechselseitig simultan.
Hier einige berühmte "Tote" die uns
immer wieder helfen unsere eigene limitierte Realität
zu begreifen und zu überwinden: Buddha, Jesus, Mohamed,
Mutter Maria, Quan Yin, etc.
Ein einfaches aufrichtiges Gebet, und diese
wunderbaren Energien aus dem Jenseits werden für uns
nutzbar. Es ist wie mit der Schwerkraft: wir können
es jetzt noch nicht verstehen wohl aber nutzen.
Ist es überhaupt nötig Kontakt
aufzunehmen?
Im Grunde genommen nicht, da alle Formen
der verschiedenen Realitäten simultan existieren sind
sie auch automatisch schon in Kontakt miteinander; da nichts
separiert ist und alles miteinander verbunden ist.
Wir brauchen ja auch keinen Kontakt aufzunehmen
mit der Schwerkraft, sie ist da, auch wenn wir sie nicht
sehen oder verstehen können -- wenn du den Apfel losläßt
dann fällt er eben zu Boden - unabhängig davon
ob du es als Schwerkraft bezeichnest oder als mysteriöses
Geschehen aus dem Jenseits.
Und die Frage des Schreibers der email "Wie
kann ich Kontakt aufnehmen" erübrigt sich somit, weil
der Kontakt (Berührung, Beziehung) ja schon da ist.
Es ist eher eine Frage basierend auf dem
freien Willen: will ich oder will ich nicht bewußt
diese "Beziehung wahrnehmen"? Und das Wort Wahrnehmung
ist der Schlüssel für die Beziehungen zum Jenseits,
all dem, was jenseits deiner derzeitigen Wahrnehmung ist.
Wahr-Nehmung.
Die Analyse, Gedanken und Einsichten über
das Wort Wahrnehmung, und wie man Wahrnehmung ausdehnen
kann, wird wohl irgendwann ein anderer Artikel werden...:-)
in Licht und Liebe,
Angela