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Die
Macht der Gedanken -
eine persönliche Erfahrung
Das autonome
Adenom
Ich war gerade 18 Jahre alt und frisch verheiratet.
Unsere Hochzeitsreise hatte uns irgendwo in die österreichischen
Berge gebracht, es war ein sonniger Nachmittag auf der
Veranda. Ich reckte meinen Hals, kippte den Kopf in den
Nacken und beobachtete die Wolken. In zärtlicher Weise
legte er seine Hand an meinen Hals, und das nächste
was ich hörte war: "Was ist DAS?"
Und da war es: wir entdeckten eine Wucherung in meinem Hals.
Es war nur dann sichtbar, wenn ich meinen Kopf zurücklegte,
aber fühlen konnte ich es jederzeit nachdem ich nun
wußte wo es war.
Nach unserem Urlaub tat ich, was wohl die
meisten Menschen tun würden, ich ging zum Hausarzt.
Dieser sandte mich umgehend in die Univeritätsklinik,
wo dann auch der passende Name für diese Wucherung
gefunden wurde, es war ein "autonomes Adenom" oder
unabhängig wachsendes Zellgewebe. Mir wurde gesagt,
daß da ersteinmal nichts weiter zu tun sei, daß es
aber kontrolliert werden muß, und so bekam ich auch
gleich einen Termin für die nächste Untersuchung
drei Monate später.
Das Leben in Deutschland in dieser Zeit,
war für mich als ein "möchte-gern-frei-sein" Wesen
nicht einfach, wenn man all die "Sicherheitseinrichtungen" rund
um das physische Dasein bedenkt. Da waren drei Zahnarztbesuche
notwendig, wenn man die volle Kostendeckung der Versicherung
behalten wollte. Da waren allgemeine Untersuchungen beim
Hausarzt. Da waren alle drei Monate die Besuche beim Gynäkologen,
um die Verschreibung für die Pille zu bekommen. Und
einige Leute müssen zu allem Überfluß auch
noch zum Augenarzt, damit sie die Verschreibungen für
die Brillen erhalten. Und so weiter - und dann natürlich
noch all die Arztbesuche für die unvorhersehbaren
Geschehnisse. - Ein Jahr, unterteilt in all diese Arztbesuche,
wird ein ziemlich kurzes Jahr!
Und schlimmer noch: jederman in meiner Umgebung
schien so hoffnungslos abhängig von den selbsternannten "Göttern
in Weiß" und ihren Meinungen. Für mich
hätte es aussehen können, als ob der natürliche
Zustand des Körpers ein kranker Zustand ist, und nur Ärzte,
Pillen und Operationen könnte die Menschheit aus dieser
tragischen Katastrophe erretten - aber, ich kam zu einer
anderen Schlußfolgerung, denn ich fühlte ganz
klar: dieses sogenannte "Gesundheitswesen" ist
krank und NICHT unsere Körper.
Wie auch immer, ich selbst war noch gefangen
im "Wirbelwind der organisierten Angst", und
so ging ich also brav zu der zweiten und dritten Untersuchung
in die Universitätsklinik. Ein dreiviertel Jahr war
vergangen, und das autonome adenom war beachtlich gewachsen.
Es war jetzt bereits sichtbar, ohne daß ich meinen
Kopf in den Nacken zu legen hatte, die Größe
war 2,5 x 3 cm, ein ziemlicher Brocken!
Mein Ehemann, meine Eltern und Freunde drücken ihr Mitleid
aus - eine schwere negative Energie rund um dieses Ding.
Dann kam der vierte Termin in der Klinik.
Nach Stunden und Stunden des Wartens auf allerlei unterschiedliche
Untersuchungen, wurde ich schließlich ins Büro
des Doktors gerufen. Es war eine schlichte und kurze Ansage: "Es
wächst zu schnell, diese Wucherung wird umschlagen
in eine bösartige Wucherung, das ist nur eine Frage
der Zeit, und das Risiko wollen wir nicht nehmen. Wir sollten über
einen Termin für die operative Entfernung sprechen."
Was sagte er da gerade? "WIR" wollen
das Risiko nicht nehmen??? Ich erinnere mich, daß ich
einen herzhaften Lacher hatte... "ICH" werde
diejenige sein, die das Risiko trägt wenn sie MEINEN
Hals aufschneiden, ICH trage das Risiko meine Stimmbänder
zu verlieren wenn sie es vermasseln, ICH trage das Risiko
egal was passiert.... der Doktor hat absolut kein Risiko
zu tragen, unabhängig davon wie es ausgeht, er verdient
in jedem Fall seine Möpse.
Ich sagte ihm, ich würde darüber nachdenken, und
ging.
Im Nachhinein betrachtet hatte ich Angst
vor den Doktoren und der Klink ... nicht vor der Wucherung
in meinem Hals.
Meine Nachforschungen über diese Art
Operation brachten keine guten Ergebnisse, nichts was hätte
mich bewegen können dazu einzuwilligen. Nach kurzer
Bedenkzeit informierte ich jene, die mir nah standen über
meine Entscheidung:
"Ihr könnt über
mich denken was immer ihr wollt. Ihr könnt denken,
daß ich verrückt bin. Ihr könnt denken,
daß ich meinen Verstand verloren habe. Was auch immer.
Ich mache mir daraus nicht viel, weil ich ein Wissen habe,
das stärker ist als alles was ich vorher wußte:
keine Operation, niemals wieder
ein Doktor!
Während ich sozusagen in der Händen
der Ärzte war, ist das Ding in meinem Hals dramatisch
gewachsen. Ich habe meine Unabhängigkeit abgegeben,
mein Schicksal nicht selbst bestimmt. Und hier ist damit
nun Schluß. Ich übernehme für mein Leben
meine eigene Verantwortung. Und beschließe hiermit,
daß ich auf mich selbst aufpasse.
FALLS die Wucherung weiter wächst, falls es sehr viel
größer wird, falls es sich in bösartig
verwandelt, falls es mich eines Tages umbringen sollte,
ok, so sei es denn! Bis dahin allerdings möchte ich
ohne Angst leben und ich werde es akzeptieren genau so
wie es ist. Wißt ihr Leute: Tod ist ein natürlicher
Bestandteil des Lebens - und es kümmert mich nicht
WIE ich sterben werde oder WANN ich sterben werde, sterben
werde ich in jedem Fall. Aus, Schluß und Vorbei,
das hier ist meine Entscheidung.!"
Puh, meine Familie war für eine Weile
mächtig ärgerlich mit mir, aber Leute vergessen,
und so also haben sie das hier auch vergessen.
Mein Leben setzte sich fort, und von diesem Abschnitt an ohne Ärzte,
mit einer Ausnahme: immer noch mußte ich alle drei Monate
wegen der Pillen-Verschreibung zum Gynäkologen. Wann immer
sie mich überzeugen wollte für zusätzliche Untersuchungen
setzte ich ein freundliches Lächeln auf und sagte höftlich "nein
danke".
Glücklicherweise konnte ich diese Arztbesuche auch bald
aufgeben, weil mein Partner zu der Zeit sterilisiert war durch
Vasektomie. Jippi!
Viele Jahre folgten, in denen ich nicht ein
einziges Mal eine Arztpraxis von innen gesehen habe.
Mein Leben war so erfüllt mit all den Aufs und Abs, so
wild und so intensiv, und die Suche nach dem Sinn des Lebens
war so zeitraubend, daß ich sprichwörtlich keine
Zeit hatte...:-) meine körperliche Kondition zu hinterfragen.
Ich nahm es einfach als gegeben, daß mein Körper,
diese perfekte Maschine, für mich zu Diensten war. Ich
WUSSTE ganz einfach, daß ich physisch ok war. Eine Erkältung
oder Grippe nahm ich einfach als das was es war, einfach, ich
ging da durch, und das war es dann auch schon. Einige ernsthafte,
menstruationsbedingte Krämpfe nahm ich in derselben Weise.
Voila, da sind sie also, es wird vorbeigehen, und das ist es.
Gelegentliche Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Herzschmerzen,
Schwindelanfälle, Ohrklingeln oder andere spontane Symptome
akzeptierte ich einfach als Meldungen meines Körpers,
und selbst wenn ich nicht immer verstehen konnte was die Botschaft
war, so war ich doch niemals besorgt und weit entfernt, einen
Arzt aufzusuchen. Ich hatte diesen enorm selbstsicheren Glauben: "Es
kommt von selber - es geht von selber".
Über die Jahre hin hatte nicht nur meine
Familie die Wucherung in meinem Hals vergessen, ich selbst
vergaß es auch. Vielleicht fünf Jahre später
inspizierte ich wieder mal meinen Hals und stellte fest,
daß die Wucherung mehr als die Hälfte zurückgegangen
war. Für mich war das keine besonders bemerkenswerte
Geschichte, weil ich dieses Ergebnis irgendwie erwartet hatte.
Und wieder vergaß ich völlig mein
adenom, ich scherze nicht. Mehr als zwanzig Jahre später,
durch eine Diskussion über Selbstheilungskräfte,
stieß ich erneut auf dieses Thema. So versuchte ich
also, mich an meine eigenen Erfolgsberichte zu erinnern,
tastete an meinem Hals.... und, was soll ich sagen: es ist
weg, es ist einfach nicht mehr da!
*****
Ich bin so glücklich, daß ich damals
entschieden habe, meinem Körper zu erlauben sich selbst
zu heilen - entgegen alle falschen wohl aber gutmeinenden
Ratschläge von Familie, Freunden und Ärzten. Wenn
die Doktoren tatsächlich die scheinbar unerwünschte
Wucherung herausgeschnitten hätten, dann hätte
ich die Gelegenheit verpaßt etwas sehr Wichtiges zu
lernen: die Macht zu heilen ist in mir - nicht außerhalb
von mir!
Diese Ärzte werden wahrscheinlich niemals
wissen WARUM die Wucherung da war oder WIE und WARUM es wieder
verschwunden ist - aber ich kenne nun all die Antworten auf
diese Fragen, weil ich erstens das adenom akzeptiert hatte
und zweitens lernte zu verstehen, was der Grund für
die Wucherung war - ironischerweise macht die Sprache diese
Metapher ziemlich deutlich: Wucherung, auch Gewächs.
Dieses "Gewächs" war eine Mahnung, daß ich
mich endlich auf den Weg des persönlichen und spirituellen "Wachsens" begebe!
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