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Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

 

 

Eins der spirituellen Gesetze sagt:

Wenn du nichts Positives sagen kannst, sage nichts.

Dies ist wahrscheinlich das meist mißachtete aller spirituellen Gesetze, weil dessen Anwendung sich über den ganzen Tag hinzieht, und es eine gehörige Portion Selbst-kontrolle und -disziplin erfordert um diesem Gesetz gerecht zu werden.

Manchmal ist schon der allererste Gedanke eines Tages negativ eingefärbt und kann leicht die Grundstimmung für den Rest des Tages festlegen:

"Blöder Wecker…"

Während die Kaffeemaschine automatisch am Brühen ist, verrät der Blick aus dem Fenster:

"Mist, es regnet ja schon wieder…"

Die Distanz zwischen dem Heim und der Arbeitsstätte ist nur durch den Berufsverkehr zu überkommen:

"Idiot, kannst'e nicht gucken… fahr doch!…"

 

 

 

 

 

 

Der Fahrstuhl läßt auf sich warten und bietet die erste Gelegenheit mit den Kollegen zu plaudern:

"Wußtest du eigentlich daß er seine Frau betrügt…"

Endlich am eigentlichen Arbeitsplatz angekommen hat ein Mitarbeiter wichtige Neuigkeiten zu verbreiten:

"Eh, paß auf, der Chef hat miese Laune…"

Und all das geht so weiter und weiter… den ganzen Tag lang:
der Austausch und das Verbreiten von "Zweite Hand Informationen", Tratsch, Klatsch und einfach negativer Gedanken.

Selten, von Zeit zu Zeit, begegnen wir jedoch einer Person, deren Gegenwart nicht spektakulär aber irgendwie höchst angenehm ist. Diese Person lächelt oft, sagt nicht viel, und wenn sie etwas sagt, dann ist es immer freundlich und aufbauend, immer ein positiver Gedanke oder eine positive Idee, begleitet von positiver Gestik und Mimik.

Die Wahrheit ist, wenn du nicht im Chor der "häßlichen Neuigkeiten" mitsingen willst, dann mußt du einfach still sein für ziemlich lange Strecken des Tages, um zu warten bis der negative Song zuende gesungen ist, und du deinen eigenen kommunikativen Beitrag leisten kannst.

ABER…, ausgenommen du bist ein berühmter und gut bezahlter "Inspirations-Redner", wirst du wahrscheinlich die Erfahrung machen, daß deine ausschließlich positiven Beiträge als langweilig empfunden werden und die Leute sich schleunigst wieder den "anderen Nachrichten" zuwenden...:-)

So… warum im Himmel willst du dich entscheiden für Kontrolle und Selbstdisziplin mit dem Ziel in Richtung positiven Ausdrucks, wenn du dabei auf der anderen Seite ganz große Stücke der altgewohnten Kommunikation verlierst?

Tatsache ist, daß du unausweichlich große Anteile der gewohnten Tratsch-Klatsch-Kommunikation verlieren wirst (falls du es ernst nimmst mit dem positiven Denken und Sprechen!), aber dann kann man das wohl auch nicht mehr als Verlust bezeichnen...:-)

Und ja, da wird eine Veränderung in deinem Verhalten sichtbar werden. Höchst wahrscheinlich werden sich deine Kontakte und dein Kontaktverhalten ändern. Und garantiert wird sich deine Lebensqualität verändern.

Wenn du Ärger "ausstrahlst", was glaubst du, wird das Universum dir stellvertretend durch deine Umgebung zurückschicken? Ja sicher, noch mehr Ärger.
Wenn du Freundlichkeit ausstrahlst, was glaubst du, wird das Universum dir stellvertretend durch deine Umgebung zurückschicken? Ja sicher, noch mehr Freundlichkeit.

Wie du also siehst, du tust dir selbst den besten Gefallen, wenn du deine Gedanken, und mehr noch, deine gesprochenen Worte, kontrollierst - denn alles was du denkst, sagst und tust reflektiert zurück zu dir - ohne Ausnahme aber mit Multiplikation!

Hier ist eine Liste von wild assoziierten Dingen die du tun kannst, um dich zu üben im positiven Denken und Ausdrücken, und um deine Gedanken und Worte beobachten und kontrollieren zu lernen:

Mach einen großen Bogen um den Fernseher, ganz besonders die Nachrichten. Verweigere dich die Tageszeitung zu lesen, aber ließ viele gute aufbauende und inspirierende Bücher. Erlaube dir selbst die Zeit für lange Spaziergänge in der Natur. Meditiere. Tanze. Lerne die Stille zu genießen und die Gesellschaft mit dir selbst. Sei ganz still für wenigstens eine Stunde am Tag, so daß du dich mit Spirit verbinden kannst. Wenn andere negative reden, singe nicht im Chor mit ihnen, aber lächele und sprich einfach nicht. Biete einen positiven Gedanken an. Urteile nicht, sondern nimm an daß jeder andere im Recht ist für sich selbst. Beobachte und hinterfrage deine eigenen Gedanken wann immer möglich. Wenn du dich selbst negative Sachen sagen hörst, dann korrigiere dich einfach und erlaube dir einen herzhaften Lacher über dich selbst. Sei zärtlich, freundlich und liebenswert zu dir selbst, sodaß du zärtlich, freundlich und liebenswert zu anderen sein kannst.

Dies ist ein Teil des spirituellen Pfades. Positives Denken und Handeln ist eine Grundvoraussetzung - und es gibt kein Versprechen, daß es einfach zu erreichen sei, aber es kann versprochen werden, daß es mit jedem Schritt einfacher und einfacher wird!

Und dieser Prozeß, die Gedanken und Worte zu beobachten, kontrollieren und korrigieren, kann mit unendlich viel Spaß bewältigt werden - wenn du dich nur entscheidest es so zu tun!

 

Schüler fragt den Meister

"Ich möchte ein Lehrer der Wahrheit werden."
"Bist du bereit, belächelt und ignoriert zu werden, und Hunger zu leiden bis du 45 Jahre alt bist?"
"Ja, ich bin! Aber sage mir: was passiert wenn ich 45 bin?"
"Bis dahin wirst du dich daran gewöhnt haben."

Anthony Sr. de Mello

 

Licht und Liebe in Einheit,
Angela

 

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