ARTIKEL
adonim.de

Wie werde ich ein fröhlicher Mensch?

 

Below is the result of your feedback form.
It was submitted on Wednesday, July 5, 2006 at 19:18:14

name: christian
kommentar: hallO! ich habe immer so schlechte schwere gedanken, was kann ich dagegen tun? wie werde ich ein fröhlicher mensch?
lg christian

 

Lieber Christian,

ich bin kein Lebensberater, aber ich lebe auf diesem Planeten seit 48 Jahren, von denen ich die ersten 25 Jahre fast nur geweint habe. Ich glaube, daß meine Tränen verantwortlich sind für den Anstieg des Weltmeerspiegels und nicht die globale Erwärmung...:-)

Eben Gesagtes, und die Tatsache daß ich seit den frühen 90ern ein rundum glücklicher Mensch bin, macht mich zum Experten in dem Thema "wie man sich selbst aus der Dunkelheit herauszieht". Jedes weitere Jahr bringt neue phantastische Erkenntnisse und Einsichten, sodaß ich erwarte noch vor Ende meines Lebens fliegen zu können...:-)

Die Antworten auf deine Fragen sind so einfach wie sie schockierend sind: Wenn du keine schlechten Gedanken mehr haben willst, dann mach dir gute Gedanken! Wenn du ein fröhlicher Mensch sein willst, dann hör auf mies drauf zu sein!

Leichter gesagt als getan?
Stimmt, denn das ist ein Prozeß, den du ja bereits gestartet hast, sonst könntest du diese Fragen gar nicht stellen.

Leider gibt es massenhaft die Angebote der "schnellen Dröhnung" um die Stimmung anzuheben, aber wenn du eine anhaltende Lösung für den Rest deines Lebens suchst, dann wirst du dich der Mühe des steten Lernens als Prozeß unterziehen müssen. Dieser Prozeß ist eigentlich ganz einfach, wenn man beharrlich und Schritt für Schritt, den unnützen Kram wegräumt, den Kopf leerfegt, säubert, und Platz schafft für das Neue... auch wenn es am Anfang ganz und gar unmöglich erscheint, daß man jemals aus dem Jammertal herauskommen könnte!

Erst muß man das Alte loslassen, damit etwas Neues hinzukommen kann.

Ich weiß nicht genug von dir, um gezielt zu raten, aber um zu beginnen ist Meditation immer ein richtiger Schritt.
Wenn du kein Bring-ich-mir-selbst-bei Typ bist, dann suche in deiner Umgebung nach einem "freien Meditationslehrer", "frei" im Sinne von: die Meditations-technik benutzt kein geheimes Mantra (ich rate ab von TM), und der Meditationslehrer bietet mehrere Techniken zum Erlernen der Meditation an und gehört keiner strikten Glaubensgemeinschaft an. Meditation hat nichts mit Glauben zu tun!

Ein weiterer allgemeiner, dennoch starker Rat ist: schalte den Fernseher ab, oder besser noch verschrotte ihn, und fange an zu lesen! Lies so viel Bücher wie du kannst - von A wie Astronomie über M wie Mutation bis Z wie Zoologie, und was immer du pickst, es wird dir heute oder morgen dienlich sein!

Und wie sieht es aus mit Alkohol? Dazu ein dritter Rat, die wahrlich harte Nuß: laß es sein!
Wenn du aufhörst Alkohol zu konsumieren, zieht das gewaltige Veränderungen nach sich, angefangen in deinem persönlichen Verhalten bis hin zum sich verändernden sozialen Umfeld. Auch hier gilt, daß man erst die Alten loslassen muß, damit neue Leute hinzukommen können. Das manchmal schmerzhafte "Loch" in der Übergangsphase, in der die Alten weg sind und die Neuen noch nicht da sind, ist genau die Zeit in der wir am meisten lernen!

Sei dir bewußt, daß du etwas anderes möchtest von dem was du hast, und das bedeutet Veränderung! Scheint logisch, aber Vorsicht, das ist genau das woran wir alle am Anfang scheitern: "Ich will fröhlich sein, ich werde aber nicht aufhören mich mies zu fühlen beim Schauen der allabendlichen Nachrichten". Oder: "Ich will endlich lieben können, ich werde aber nicht aufhören alles Böse zu hassen." Und besonders: "Ich hasse mich selbst... warum liebt mich bloß keiner?"

Viel zu tun! Packen wir es an!
Ich kann dir nicht versprechen, daß der Weg der Selbst-Erkenntnis einfach wird, aber ich kann dir garantieren, daß es nach jeder Erkenntnis, egal wie schmerzhaft, immer einfacher und einfacher wird. Es kommt der Tag, wenn du ehrlich an dir arbeitest, wo du dich kaputtlachst über dich selbst! Garantiert!

 

Angela

2006