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Essen (ots) - Dem RWE-Konzern steht im April eine äußerst muntere Hauptversammlung bevor. RWE-Chef Terium wird den Anteilseignern erklären müssen, wie er das Unternehmen aus seiner schwersten Krise führen und aus einem gestrigen Geschäftsmodell eines mit Zukunft machen will. Als wäre das in Zeiten der Umbrüche auf dem Energiemarkt nicht schon schwer genug, hat es Terium auch noch mit einer Aktionärsstruktur zu tun, die von vorgestern ist. Die Beteiligung der Kommunen von rund 25 Prozent stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Immer wieder fanden Revier-Kommunen gute Gründe, ihren Aktienbesitz zu verteidigen: Schöne Dividenden und Sicherung der Standorte waren gerne genommen. Wie wenig das zu einem Unternehmen in freier Wildbahn passt, zeigt sich in der Krise. Die Kommunen haben politische Interessen, die bei schönem Wetter zu befriedigen sind, nicht aber bei Hagel. RWE retten und städtische Haushalte sanieren - das passt nicht. Je stärker die Kommunen auf ihren Interessen beharren, desto eher wird Terium auf eine Kapitalerhöhung setzen: weniger Einfluss der Kommunen als Schritt zur Normalisierung - und in die Zukunft.


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