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Essen (ots) - Im Prinzip ist ein Coming-out nicht mehr besonders spektakulär. In der Politik etwa hat der CDU-Abgeordnete Jens Spahn allenfalls ein Schulterzucken ausgelöst, als er offen von seiner Homosexualität sprach.

Und dass Guido Westerwelle nicht mehr Außenminister ist, hat wenig mit seiner sexuellen Orientierung zu tun, dafür viel mit seiner Partei. Ob Ärzte, Anwälte, Künstler oder Beamte: Inzwischen sind Schwule und Lesben in weiten Teilen akzeptiert. Es gibt zwar noch Vorbehalte und auch Gerede, doch der Umgang ist entspannter.

Im Fußball jedoch ist alles anders. In der Welt der Fans und der Spieler hat Homosexualität keinen Platz. Oliver Kahn wusste, wovon er sprach, als er im September schwulen Profis von einem Coming-out abriet: Da sind die Teamkollegen, die im extrem körperlichen Sport fürchten, nicht mehr ungezwungen miteinander umgehen zu können. Da sind einzelne Fangruppen, die mit ihrer homophoben Radikalität gnadenlos sind.

Auch wenn Thomas Hitzlsperger seine Profikarriere beendet hat: Mit seinem Coming-out bricht er ein Tabu. Dafür hat er allen Respekt verdient.


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