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In Ruanda haben am Dienstag die Gedenkfeiern zum Völkermord vor 20 Jahren begonnen. An einem Genozid-Denkmal in der Hauptstadt Kigali wurde eine Flamme entzündet, die in den kommenden drei Monaten in verschiedenen Orten des Landes Station machen soll. Neben Regierungsvertretern nahmen auch Überlebende des Völkermords an der Zeremonie teil. "Wir sind uns der Schwierigkeiten und Herausforderungen des Weges, der vor uns liegt, sehr genau bewusst. Der Aufbau einer Nation ist keine einfache Aufgabe, vor allem vor dem Hintergrund eines Genozids", sagte Außenministerin Louise Mushikiwabo.

In den kommenden Monaten sollen landesweit Diskussionen über die Hintergründe der Massaker und die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft organisiert werden. Am 7. April beginnt in Ruanda wie in jedem Jahr eine Woche der Staatstrauer.

Der Völkermord in Ruanda war am 6. April 1994 durch einen Anschlag auf Präsident Juvenal Habyarimana, einen Angehörigen des Mehrheitsvolks der Hutu, ausgelöst worden. Nach UN-Angaben wurden innerhalb von drei Monaten rund 800.000 Menschen getötet, die meisten von ihnen Tutsi. Mehrere Verantwortliche wurde von einem Internationalen Strafgerichtshof verurteilt. Die Fälle von etwa zwei Millionen Mittätern wurden vor eigens eingerichteten "Gacaca"-Dorfgerichten verhandelt, die etwa zwei Drittel der Angeklagten für schuldig befanden.


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